Gummibärchenforschung an der Eisenberger Krause-Schule

Gummibärchenforschung an der Eisenberger Krause-Schule

Ute Flamich

Die Krause-Regelschule in Eisenberg hat zum Tag der offenen Tür eingeladen

Eisenberg. Der Bunsenbrenner ist im Einsatz. Hinter einem Pult mit Schutzscheibe hält Ben Lorber ein Reagenzglas mit Kaliumchlorat in die Flamme. Als sich das Pulver verflüssigt hat, wirft der 14-Jährige ein Gummibärchen in die Schmelze. Die Reaktion beginnt sofort: Ein helles Glühen setzt ein, die Süßigkeit verbrennt, tanzt auf der Salzschmelze und erzeugt ein lautes Brummen. Dann ist der ganze Spuk schon wieder vorbei.

Das Experiment genau beobachtet haben auch die neun Jahre alte Melissa aus Eisenberg und ihre Mama Anja Nachtigall. Sie wollten den Tag der offenen Tür am Sonnabend in der Regelschule „Karl Christian Friedrich Krause“ in Eisenberg nutzen, um sich ein Bild von der Einrichtung zu machen. Schließlich könnte es sein, dass Melissa nach der Grundschule in die Krause-Regelschule wechselt. Da will sie natürlich wissen, wie die Atmosphäre in der Schule ist, wie die Lehrer so sind, wie Schulgebäude und Klassenräume aussehen, welche Fachbereiche und Arbeitsgemeinschaften angeboten werden. Melissa jedenfalls signalisierte ihren Eindruck mit einem Daumen, der nach oben zeigte.

Während Marvin Brauer (13) Interessierten im Chemieraum ein weiteres Experiment vorführte und zeigte, was passiert, wenn Strontiumsalze in die Flamme des Bunsenbrenners gehalten werden, war Lego-Fan Vincent (11) gerade dabei, Teile einzuscannen, die dann nach Farben sortiert in die jeweils farblich passende Schüssel sortiert werden. „Wir haben eine Lego-AG an der Schule, die sich einmal in der Woche für ein bis zwei Stunden trifft“, sagte Julia Schmidt, die Mutter von Vincent. Sie hat die AG in diesem Jahr übernommen, an der üb­licherweise sieben bis acht Schüler teilnehmen, eben auch Vincent. „Wir arbeiten mit Lego Mindstorms, mit programmierbaren Elementen. Die AG fördert unter anderem technisches Denken und die Kreativität.“

Kreativ waren auch die Schüler der Klasse 6a, die zum Tag der offenen Tür allerlei Selbst­gebasteltes anboten, um mit dem Erlös ihre Klassenkasse auf­zubessern. Für die Klassenfahrt, die wahrscheinlich nach Nickelsdorf führen wird, soll das Geld verwendet werden, sagte Max. Seine Mitschülerinnen Charlyn, Selina und Lisa erzählten, was so alles an die Besucher gebracht werden sollte: Zapfen-Engel, Holzsterne, Wichtel, Schneekugeln und mehr für die Weihnachtszeit sowie Wackelmonster, Geister, „Blutkerzen“ (rot gefärbt und mit Nägeln gespickt) und Co. für Halloween am 31. Oktober.

Auch im Deutschraum boten Anni, Max, Celia und Florian Selbstgemachtes an, informierten aber auch über beispielsweise das Fach Darstellen und Gestalten und darüber, was sie zu den Themen Fabeln und Märchen erarbeitet haben.

Überall im Schulhaus war am Sonnabend was los: Dustin Simon, der in Bürgel zur Schule geht und mit Freunden nach Eisenberg gekommen war, ließ sich im Kunstraum von Emma Binneweiß einen Schmetterling ins Gesicht malen. Die AG Gärtnern wurde vorgestellt, Mitglieder der Koch-AG boten Kuchen, Roster und andere Leckereien an. Wer Appetit oder Hunger hatte, konnte auch auf den Schulhof gehen. Dort gab‘s Wärmendes aus dem Backofen. In der Schule veranstalteten Schüler der 8a einen kleinen Kleiderbasar, offerierten auch selbst hergestelltes Badesalz. „Das ­Badesalz besteht aus Meersalz gemischt mit verschiedenen Kräutern und Blüten“, erzählte Larissa Henning. Gemeinsam mit Merle Reinhardt, Leoni Möhr und dem neun Jahre alten Louis war sie im Musikraum anzutreffen, der an diesem Tag zum Englischraum umfunktioniert worden ist. Mitglieder der Foto-AG waren im Schulhaus unterwegs, um die Veranstaltung bildlich festzuhalten.

„Der Tag der offenen Tür hat bei uns seit etwa zehn Jahren Tradition“, sagte Petra Villmow, die stellvertretende Schulleiterin. „Wir freuen uns sehr, dass uns auch viele ehemalige Schüler besuchen und dass auch der Bürgermeister da war. Vom Landratsamt hatte leider keiner Zeit“, betonte sie. Auch dem Förderverein der Schule, den es seit 2004 gibt, vergaß sie nicht für das Engagement zu danken. „Eines würden wir uns aber wünschen“, ergänzte Birgit Hanf, Lehrerin an der Schule und Vorstandsmitglied im Förderverein. „Wir suchen jemanden, der montags bis freitags in der Zeit von 12 bis 14 Uhr unser Schülercafé betreut. Wer Interesse hat, kann sich sehr gern bei uns in der Schule melden.“

Derzeit werden an der Krause-Regelschule in Eisenberg 244 Schüler unterrichtet.

Ute Flamich / 29.10.18/ OTZ

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