Was macht eine Wanderwoche so besonders?

Was macht eine Wanderwoche so besonders?

Text: Schüler der Klasse 10

Vom 9. Mai bis zum 13. Mai 2022 hatten wir, die Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Regelschule Karl Christian Friedrich Krause in Eisenberg, statt einer Klassenfahrt eine Wanderwoche. Aufgrund von Corona wurde unsere Englandfahrt in Klasse 8 zwei Tage vor Abfahrt abgesagt, die geplanten Exkursionen in Klasse 9 durften nicht stattfinden und so erwarteten wir zuerst einmal nicht viel von dieser Wanderwoche. Ziemlich kurzfristig war alles mit uns und den Eltern besprochen worden.

So starteten wir die kleine „Auszeit“ mit einer Fahrt ins Militärmuseum Dresden. Organisiert wurde diese Fahrt von der Bundeswehr. Das Museum ist architektonisch ein interessantes Gebäude, das Altes und Modernes gekonnt verknüpft. Bei einer wirklich interessanten Führung lernten wir computergesteuerte Installationen, Kunstobjekte, historische Ausstellungsstücke, wie die originale Raumkapsel von Siegmund Jähn und Militärtechnik kennen. Spektakulär war die Besichtigung des futuristischen Neubaus, in dem wir über eine Art Skywalk schreiten und einen fantastischen Ausblick auf die Altstadt von Dresden genießen konnten. Zum Abschluss gab es eine kleine Stärkung zum Mittagessen in der Kaserne. Einige von uns haben sich über Berufsmöglichkeiten bei der Bundeswehr informieren können.

Am Dienstag, dem 10. Mai 2022 fuhren wir nach Weimar. Eigentlich war dort eine Führung durch Goethes Wohnhaus geplant. Leider gab es an diesem Tag viele Schulklassen und wir bekamen keine Führung mehr. Dafür hatten unsere Deutschlehrerinnen Aufgaben für eine kleine Stadtrallye ausgedacht. Wir mussten verschiedene Ziele in der Innenstadt aufsuchen und dazu Aufgaben lösen. Das war nicht weiter schwierig. Den Anfang bildete das Nationaltheater, vorbei am Wittumspalais, dem Schillerwohnhaus, dem Haus der Frau von Stein und den Schluss nahm das Gartenhaus von Johann Wolfgang Goethe ein. Dabei gefiel uns der Park an der Ilm sehr gut. Selbstverständlich blieb noch etwas Zeit zum Stadtbummel, wo wir durch die Geschäfte stöberten und uns Eis und andere Leckereien gönnten. Aus Mangel an Taschengeld nutzen einige auch die Zeit, um bei herrlichem Wetter in der Sonne zu chillen.

Schon war der Mittwoch herangerückt. Hier ging es Richtung Leipzig zum Belantis-Vergnügungspark. Darauf freuten wir uns am meisten. Die erste Freude wurde etwas getrübt, nachdem wir an den Kassen gefühlt tausende Schülerinnen und Schüler sahen. Doch schnell lösten sich die großen Gruppen auf und strömten in alle Richtungen zu den Fahrgeschäften. Zuerst schipperte die Mehrheit von uns auf die Pyramide, um dort so richtig nassgespritzt zu werden. Den absoluten Kick holten wir uns auf der roten Achterbahn. Viele fuhren gleich mehrmals damit. Natürlich übten wir uns im Basketballwerfen und relativ viele gewannen große Kuscheltiere, die im Bus einen Extraplatz benötigten. Erfrischen konnten wir uns mit allerlei Getränken und Eis. Die Sonne bräunte uns beim Warten an den Fahrgeschäften und wir mussten uns aus Kostengründen (Bus wird für einen ganzen Tag teuer) schon am Mittag wieder am Eingang treffen. Dabei wollten wir noch so oft und so viele Achterbahnen und Schaukeln und Karussells fahren.

Am Donnerstag ging es sehr zeitig um kurz nach sechs Uhr vom Busbahnhof los nach Merkers ins Schaubergwerk. Wir fuhren ziemlich lange, frühstückten im Bus und hörten Musik oder quatschten. Am Bergwerk angekommen überraschte uns eine Klasse aus Coburg. Die Lehrerin kannte Eisenberg gut, da sie am Gymnasium ihr Referendariat absolviert hatte. Nach kurzer Wartezeit nahmen wir Helme und dann ging es ab in den Fahrstuhl oder besser gesagt den Grubenlift. Dort war es eng und düster. Die Türen wurden geschlossen und wir sausten in die Tiefe des Berges. Unten warteten LKWS, die uns durch die Grubenschächte fuhren. Dabei gaben die Fahrer richtig Gas und schüttelten uns durcheinander. Die Fahrstrecken waren auch nicht kurz, teilweise fuhren wir einige Kilometer und mussten den Kopf einziehen. Uns wurden die Schächte, die Kalisalzabbau und die heutige Nutzung des Bergwerkes erklärt. Wir bestaunten eine Lasershow mit Musik im größten Stollen und natürlich die atemberaubend schöne Salzgrotte. Auf der Rückfahrt waren wir etwas müde und dösten im Bus.

Zum Abschluss der Wanderwoche machten wir am Freitag eine klitzekleine Wanderung und beendeten diese mit einem Picknick im Wald. Jeder von uns hatte etwas mitgebracht und so konnten wir vielfältige Speisen genießen. Die Sitzmöglichkeiten waren nicht so optimal, aber wir machten das Beste daraus.

So verging die Woche leider sehr schnell und nun geht es rasant auf die Prüfungen zu. Erholt haben wir uns aber gut und das ist ja die Hauptsache.

 

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